Business-Modelle in der Chemie Branche

Wer an die Chemie-Branche in Deutschland denkt, dem wird sicherlich sofort drei, vier große Namen von Chemieunternehmen mit Sitz im Industrieland Deutschland einfallen. Doch die Chemie-Branche hat zu kämpfen, nicht nur aufgrund den den hohen Standortkosten in Deutschland, sondern auch aufgrund der generellen Veränderungen in der Branche. So ist es nicht verwunderlich das immer mehr Unternehmen in der Chemie-Branche ihr Business überdenken. Das Ziel ist hierbei klar, die Entwicklung eines Businessmodell um auch in Zukunft in der Chemie-Branche bestehen zu können.

Die unterschiedlichen Ansätze und Fehler

Jobs in der Chemie-Anlage sind begehrtOft wird bei einem Business das Ziel Wachstum genannt. Gefolgt wird hier der Theorie, ein Unternehmen das wächst und neue Produktionsstätten und Produkte erschließt, kann auch am Markt bestehen. Doch dieser Ansatz eines Business im Bereich Chemie muss nicht zwangsläufig zu einem Erfolg führen. Den wer über ein Businessmodell nachdenkt, der muss natürlich auch bedenken, was zukünftig gebraucht wird und was nicht. Ein Faktor der in der Vergangenheit schon eine hohe Bedeutung hatte und noch steigen wird, ist die Digitalisierung. Die Digitalisierung betrifft hierbei nicht nur die Vertriebsströme eines Unternehmen, sondern auch zum Beispiel die Produktion.

So setzen bereits heute einige Unternehmen in der Chemie-Brache auf Datenerhebung und Auswertung. Hierbei werden die Produktionsanlagen mit Sensoren ausgestattet, die dann eine Vielzahl an Daten erheben. Mithilfe dieser Daten kann man dann zum Beispiel Schwachstellen in seiner Produktion feststellen und beseitigen. Dies wird sich dann natürlich auf die Effizienz bei der Produktion, aber auch auf die Kosten aus. Letzteres kann man dann als Wettbewerbsvorteil auch an die Kunden weitergeben. Doch diese Datenerhebung kann im Rahmen der Digitalisierung noch weitergehen, so zum Beispiel auch die Ausweitung auf die Prozesse bei den Kunden. Mit einem System kann man nicht nur für eine effiziente Produktion sorgen, auch die Weiterverarbeitung beim Kunden steuern und optimieren.

Doch die Digitalisierung wird zukünftig nur ein Faktor in der Chemie-Branche sein. Wie man sehen kann, sind die Ansätze bei den neuen Businessmodellen in der Chemie-Branche sehr vielfältig und reichen bisweilen weit über das Unternehmen hinaus. Eines sollte man sich aber immer beachten, ein allgemeingültiges Geschäftsmodell gibt es in der Chemie-Branche nicht, vielmehr sind beim Business eine Vielzahl von Faktoren zu berücksichtigen.

Chancen für Unternehmer in der Chemie-Branche

Für Unternehmer liegen immer mehr Chancen in der Chemiebranche, denn die Chemieindustrie verkörpert ein Ökosystem, in dem ständig Innovationen stattfinden und es somit für Gründungen massenweise Potential gibt. Bevorzugt werden die Innovationen dabei mit Partnern, aber auch in Kooperation mit kleineren Unternehmen realisiert.

Die Chemieindustrie ein Ökosystem mit vielen Chancen

Arbeiten im ChemielaborAktuelle Themen finden in der Chemie immer ihren Eingang: Von der verstärkten Nachfrage nach Produkten bedingt durch die Urbanisation, der Wasserversorgung und Wasseraufbereitung, bis hin zu der Energieversorgung oder dem verbesserten Zugriff auf erneuerbare Rohstoffe sowie aktuellen Themengebieten rund um Gesundheit und Ernährung versucht sich die Chemiebranche auf die Bedürfnisse der Menschen einzustellen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass aus diesem Sektor viele Innovationen stammen, die dann in großen Unternehmen als sogenannte Start-ups entwickelt und kommerzialisiert werden.

Nischen in der Chemiebranche

Nischen in der Chemiebranche könnte man im Bereich der Energie beispielsweise bei organischen Batterien antreffen, die vor allem Cobalt als teureren Rohstoff in Batterien ersetzen sollen. Insbesondere für Unternehmen sind solche Nischen interessant, da gerade das Team von Heliathek solche Ansätze mit einem Gründerfonds unterstützt. Insbesondere entstehen dann Chancen für Gründer in der Chemiebranche, wenn sie sich relativ früh mit Innovationen in einer Nische positionieren. Zahlungskräftige Finanzierungspartner brauchen dabei insbesondere langfristige Entwicklungen. Dabei wird vor allem ein breit angelegtes Netzwerk aus möglichen Kooperations- und Finanzierungspartnern unabdingbar, damit auch ein längerer Entwicklungszyklus bis zum Markteintritt überbrückt werden kann. Die Chemiebranche ist dahingegen offen für Kooperationen mit Konzernen, aber auch mit mittelständischen Unternehmen.

Chancen für Unternehmen in der Chemiebranche: Ein Fazit

Unternehmen, die in die Chemiebranche investieren wollen, sollten erkennen, dass insbesondere das lukrative Element in der Forschung-, bzw. dem Erkenntnisgewinn liegt. Für Unternehmer in der Chemieindustrie bieten sich daher spannende Ansätze und zahlreiche Chancen.